die Nebelbänke liegen noch tief
und es klagte mein Herz während ich schlief
und es schrie und es klagte Stunden lang
und es wande sich und nagte mit dem nächtlichen Klang
doch nun ist es stumm
um uns herum nur Nüchternheit und Klare
und wir stellen uns dumm und streicheln unsere Haare
tuen verliebt auf diesem Bett aus Stein
und trinken den längst gesäuerten Wein
einer viel zu leer gesaugten Liebe
immer wieder sind´s die Triebe
die uns schwer und leicht zugleich
und jeden Abend butterweich
jeden Morgen wenn der Tag graut
spüren wir unsere kalte Haut
die glatt und ziellos sich verreibt
war dies doch unser liebster Zeitvertreib
an Tagen im sommerheißen Klang
und nun im Herbst scheints mir so lang zu sein wie eine Ewigkeit
die sorglos schwebt
hat sich in unser Leib gewebt
und wir wollen, doch wollen wir´s beide nicht
wer will schon Richter sein, wer das Gericht
an einem solchen Morgen ohne Herz
So ertrinken wir in warmen Schmerz
(schon eine gaanze weile her)
quasselstrippe